SoVD-Kreisverband Grafschaft Bentheim

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25.03.2010 - Mitgliederversammlung OV Adorf

25.03.2010

Gesine Butke warnt vor einem Mangel an Altenwohnungen

Versammlung in Adorf-Neuringe

gn Adorf/Neuringe. Die Mitglieder des Sozialverbands Deutschland, Ortsverband Adorf-Neuringe, ihren Vorstand entlastet und neu gewählt. Das Amt der Schriftführerin übernahm Ulrike Kohmäscher. Rudolf Schulte bleibt Vorsitzender. Für 40 Jahre Mitgliedschaft erhielten Heinz Stroot und Johannes Olthoff die Ehrennadel.

Kreisvorsitzende Gesine Butke referierte zum Thema Altersarmut. Steigende Wohnkosten und sinkende Renten bedrohten die finanzielle Lage der heutigen und auch der zukünftigen Rechnergenerationen. Der Anteil der Wohnkosten betrage in Haushalten mit niedrigen Renten bereits heutzutage durchschnittlich mehr als 40 Prozent und werde künftig weiter steigen. Besonders problematisch sei es, dass die meisten Haushalte die Miete für eine seniorengerechte und barrierefreie Wohnung nicht aufbringen könnten.

Experten deuten nach Butkes Worten auf die Versäumnisse der vergangenen Jahre beim Bau von altersgerecht gestaltetem Wohnraum hin. Wenn man mit dem Bau altersgerecht gestalteter Wohnungen keine kostendeckenden Mieten erzielen könne, werde auch kein potenzieller Bauherr investieren. So bleibe der Bau dringend benötigter Wohnungen aus, obwohl der Bedarf in den kommenden Jahrzehnten deutlich zunehmen werde, so Butke. Die so entstehende Schere zwischen Bedarf und Bestand müsse dringend geschlossen werden forderte die Kreisvorsitzende.

Auch der Umbau der vorhandener Bausubstanz könne Erleichterung im Alter bringen. Hierbei gebe es finanzielle Unterstützung zum Beispiel durch die Pflichtversicherung. Ein Angehöriger mit einer Gehbehinderung müsse barrierefrei wohnen können. Kompetente Beratung biete im Bedarfsfall das Seniorenservicebüro.

Mit Hans J. Neef stehe ein ausgebildeter Wohnberater als Ansprechpartner zur Verfügung. Aber auch das Beratungsbüro des Sozialverbands in Nordhorn helfe bei allen Fragen zu Rente, Schwerbehinderung und Sozialleistungen. Geschäftsstellenleiter Gerold Zwafelink habe im vergangenen Jahr genau 311718,62 Euro durch Widersprüche und Klageverfahren für die Mitglieder erstritten, berichtete die Kreisvorsitzende abschließend.

 




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