Nachrichten aus den Ortsverbänden

Vorstandswahlen beim SoVD-Ortsverband Nordhorn

Nordhorn. Der SoVD-Ortsverband Nordhorn hat im Rahmen seiner Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand gewählt. Ortsvorsitzender Bernhard Alferink nutzte die Veranstaltung gleichzeitig dazu, um das derzeit in Nordhorn vorherrschende rücksichtslose Parkverhalten scharf zu kritisieren. „Wir stellen immer häufiger fest, dass Behindertenparkplätze durch nichtberechtigte Personen zugeparkt werden. Menschen mit einer Behinderung stellt das vor erhebliche Probleme“,  erklärte der Ortsvorsitzende.

Die Wahlen der Mitgliederversammlung bestätigten Bernhard Alferink als ersten Ortsvorsitzenden. Sein Stellvertreter wurde Bruno Jansen, der neu in den Vorstand gewählt wurde. Hermann Hoegen bleit stellvertretender Ortsvorsitzender. Schatzmeister Helmut Lotze  sowie die stellvertretende Schatzmeisterin und Schriftführerin Anita Lotze wurden im Amt bestätigt. Neu ins Amt gewählt wurden die Frauensprecherin Elsbeth Stöppelkamp sowie ihre Stellvertreterin Hannelore Jansen. Die Versammlung wählte zudem Günter Schroven, Ingrid Dasselaar, Gerda Hoegen, Hermine Lambers, Friedchen Schroven, Gerhard Lambers, Hartmut Wriedt und Theodor Dasselaar als Beisitzer. Revisoren sind Günter Stöppelkamp, Helmut Ringel und Gerhard Reents.

Für 20 Jahre ehrenamtliche Mitarbeit im Ortsvorstand wurde Bernhard Alferink mit Urkunde und Ehrenschild des Bundesverbandes geehrt. Geehrt für 15-jährige Vorstandstätigkeit wurden Herta und Friedrich Roths, Hermine und Gerhard Lambers, Ingrid und Theodor Dasselaar, Gerda und Hermann Hoegen, Hartmut Wriedt sowie Anita und Helmut Lotze. Seit 60 Jahren ist Gertrud Löll Mitglied im SoVD. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden Gerwin Römer, Helmut Leuchtmann, Karin Siewert-Schroven, Edith Suntrup und Emma Malinowski geehrt.

Im Anschluss dankte Alferink den aus dem Vorstand ausgeschiedenen Mitgliedern für ihre ehrenamtliche Arbeit. Herta und Friedrich Roths, die aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl antraten,  lobte er für deren langjährige Vorstandsarbeit. Daneben berichtete der Ortsvorsitzende über die zahlreichen Aktivitäten des Ortsverbandes. 202 Besuchsdienste, eine Informationsveranstaltung zum Thema Diabetes, die Überprüfung der Barrierefreiheit von Wahllokalen sowie der Dialog mit der kommunalen Verwaltung über die Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden seien Bestandteile der ehrenamtlichen sozialpolitischen Arbeit des Ortsverbandes gewesen. Daneben habe der Nordhorner SoVD mit Kaffeenachmittagen, Spargel- und Spanferkelessen, einer Adventsfeier, einer Tagesfahrt und einem Weihnachtsmarktbesuch ein vielfältiges geselliges Programm geboten. Alferink dankte allen Ehrenamtlichen für deren tatkräftige Unterstützung. „Ohne Euch könnten wir dieses Programm für unsere Mitglieder nicht anbieten“, so der Ortsvorsitzende.

Am Ende der Versammlung sprach Alferink ein drängendes Problem an: „Immer häufiger berichten SoVD-Mitglieder, die eine Gehbehinderung haben, davon, dass sie keinen Parkplatz in der Stadt Nordhorn finden.“ Nur deshalb, weil es Menschen gebe, die unberechtigt einen Behindertenparkplatz belegen, seien Menschen mit einer Behinderung erheblichen Benachteiligungen ausgesetzt. Besonders schlimm sei die Situation beim Klinikum Nordhorn. „Stellen Sie sich einmal vor, Sie müssen zum Arzt, haben wochenlang auf einen Termin gewartet und stehen plötzlich vor dem Problem, dass Sie diesen nicht wahrnehmen können, da sie keinen Parkplatz finden, der behindertengerecht ist“, erläutert Alferink. „Ich möchte an alle Bürger in Nordhorn appellieren, diese speziellen Parkplätze nicht unberechtigt zu besetzen.“ Der Ortsverband werde sich in den nächsten Wochen verstärkt diesem Thema widmen und gegebenenfalls Karten mit der Aufschrift „Sie haben meinen Parkplatz/Wollen Sie auch meine Behinderung“ verteilen.


SoVD Veldhausen wählt neuen Vorstand

Der SoVD-Ortsverband Veldhausen hat im Gemeindehaus der evangelisch-alt-reformierten Kirchengemeinde seine Jahreshauptversammlung abgehalten. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Vorstandswahl sowie Grußworte von Bernhard Alferink, Vorsitzender des SoVD-Kreisverbandes Grafschaft Bentheim und Katrin Gemen, Leiterin der SoVD-Kreisgeschäftsstelle.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte der Ortsvorsitzende Hans-Dieter Wolters die zahlreich erschienenen Mitglieder und führte in seinem anschließenden Tätigkeitsbericht die Aktivitäten des Ortsverbandes im vergangenen Jahr auf. So hatte der Ortsverband mehrere sozialpolitische Aktionen durchgeführt. Dazu gehörten Infostände zum Equal Pay Day und zur Inklusion sowie die Überprüfung der Barrierefreiheit der Wahllokale in der Samtgemeinde. „Wir haben außerdem zahlreiche Besuchsdienste bei älteren und erkrankten Menschen durchgeführt und wir begleiteten unsere mobilitätseingeschränkten Mitglieder auf Wunsch nach Nordhorn zu den Beratungsterminen in der SoVD-Geschäftsstelle“, so Wolters. Auch habe es ein geselliges Programm für Senioren und Menschen mit Behinderungen gegeben.

In seinem Grußwort erklärte der Kreisvorsitzende Bernhard Alferink, dass die Nähe des SoVD zu den Mitgliedern vor Ort und dessen Einsatz für Menschen, die Hilfe benötigen, wichtig sei, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Solidarität zu stärken. Diesen Auftrag erfülle der Ortsverband Veldhausen vorbildlich. Abschließend lobte der Kreisvorsitzende die Mitarbeiter des SoVD-Beratungszentrums Nordhorn für die geleistete Arbeit. Geschäftsstellenleiterin Katrin Gemen berichtete, dass der Beratungsbedarf in der Grafschaft Bentheim ungebrochen hoch sei. So habe der SoVD im Kreis in über 700 Fällen eine sozialrechtliche Beratung durchgeführt.

Im Anschluss fanden die Vorstandswahlen statt. Erster Vorsitzender bleibt Hans-Dieter Wolters, seine Stellvertreterin ist Gertrud Reefmann. Ebenso im Amt bestätigt wurden Gerda Bartels als Schatzmeisterin und Johanna Lefers als Schriftführerin. Neu in den Vorstand wurden Nicole de Bruin als Frauensprecherin und Helga Wolters als ihre Stellvertreterin gewählt. Als Beisitzer wurden Günter de Bruin und Alfred Wieking wiedergewählt. Neu hinzugekommen ist Gertrud Schmitz als Beisitzerin. Henriette Berens-Swavink, Ute Thamhayn und Walter Pörtner sind Revisoren.

Am Ende der Veranstaltung ehrte der Ortsverband Mitglieder für ihre langjährige Treue zum SoVD. Für zehn Jahre Mitgliedschaft wurden Leida Berends, Fenna Schnieders, Hindrik-Jan Schnieders, Johann Schütmaat und Hermann Raterink ausgezeichnet. Sina Schievink, Fenna Wolterink, Stefan Lambers und Hindrik-Jan Kronemeyer erhielten eine Ehrennadel und eine Urkunde für ihre 25-jährige Treue zum Verband.


Kreative Aktion des SoVD zum Thema Inklusion in Neuenhaus

Neuenhaus. Die sozialpolitischen Forderungen des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) zur Inklusion hat der SoVD-Ortsverband Veldhausen am Freitag, 06. Oktober, auf dem Neuenhausener Wochenmarkt mit einer kreativen Aktion transportiert. Damit knüpft der Ortsverband an die aktuelle Kampagne „Ich bin nicht behindert. Ich werde behindert“ des SoVD-Landesverbandes Niedersachsen an, mit der auf das Thema Inklusion aufmerksam gemacht werden soll.

„Ich ärgere mich total, dass Menschen mit Behinderungen wieder die Doofen sein sollen!“ Mit diesem und anderen auf großen gelben Punkten geschriebenen, teils provokanten, Sprüchen, machten die Veldhausener SoVDler in Neuenhaus ihrem Ärger über die Pläne einiger politischer Parteien zur Inklusion in Niedersachsen öffentlich Luft. „Schade, dass es jetzt Bestrebungen aus der Politik gibt, die Umsetzung der Inklusion zu verlangsamen. Weil der Einsatz für die vollständige, gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen beim SoVD in der DNA fest verankert ist, setzen wir uns sehr dafür ein, dass die Inklusion in Niedersachsen weiterentwickelt wird“, machte SoVD-Ortsvorsitzender Hans-Dieter Wolters deutlich. Wolters bedauerte zudem, dass dieses wichtige sozialpolitische Thema offenkundig von denjenigen Parteien, die eine Aussetzung der schulischen Inklusion fordern, nicht richtig verstanden werde. „Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch ganz natürlich dazu gehört. Egal wie du aussiehst, welche Sprache du sprichst oder ob du eine Behinderung hast“, sagte Wolters. Dazu gehöre selbstverständlich auch, dass Kinder mit und ohne Behinderung zusammen in der Schule lernen.

Trotz des schlechten Wetters blieben einige interessierte Passanten in Neuenhaus stehen und informierten sich über die Aktion des Ortsverbandes und über die neue SoVD-Kampagne „Ich bin nicht behindert. Ich werde behindert.“ Gemeinsam mit dem Forum Artikel 30, einem Verbände-Bündnis für die Inklusion in Sport, Kultur und Freizeit, stellt sich der SoVD in Niedersachsen gegen Überlegungen aus der Politik, die Inklusion in Niedersachsen auf die lange Bank zu schieben oder sogar zurück zu drehen.