Nachrichten aus den Ortsverbänden

Kreative Aktion des SoVD zum Thema Inklusion in Neuenhaus

Neuenhaus. Die sozialpolitischen Forderungen des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) zur Inklusion hat der SoVD-Ortsverband Veldhausen am Freitag, 06. Oktober, auf dem Neuenhausener Wochenmarkt mit einer kreativen Aktion transportiert. Damit knüpft der Ortsverband an die aktuelle Kampagne „Ich bin nicht behindert. Ich werde behindert“ des SoVD-Landesverbandes Niedersachsen an, mit der auf das Thema Inklusion aufmerksam gemacht werden soll.

„Ich ärgere mich total, dass Menschen mit Behinderungen wieder die Doofen sein sollen!“ Mit diesem und anderen auf großen gelben Punkten geschriebenen, teils provokanten, Sprüchen, machten die Veldhausener SoVDler in Neuenhaus ihrem Ärger über die Pläne einiger politischer Parteien zur Inklusion in Niedersachsen öffentlich Luft. „Schade, dass es jetzt Bestrebungen aus der Politik gibt, die Umsetzung der Inklusion zu verlangsamen. Weil der Einsatz für die vollständige, gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen beim SoVD in der DNA fest verankert ist, setzen wir uns sehr dafür ein, dass die Inklusion in Niedersachsen weiterentwickelt wird“, machte SoVD-Ortsvorsitzender Hans-Dieter Wolters deutlich. Wolters bedauerte zudem, dass dieses wichtige sozialpolitische Thema offenkundig von denjenigen Parteien, die eine Aussetzung der schulischen Inklusion fordern, nicht richtig verstanden werde. „Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch ganz natürlich dazu gehört. Egal wie du aussiehst, welche Sprache du sprichst oder ob du eine Behinderung hast“, sagte Wolters. Dazu gehöre selbstverständlich auch, dass Kinder mit und ohne Behinderung zusammen in der Schule lernen.

Trotz des schlechten Wetters blieben einige interessierte Passanten in Neuenhaus stehen und informierten sich über die Aktion des Ortsverbandes und über die neue SoVD-Kampagne „Ich bin nicht behindert. Ich werde behindert.“ Gemeinsam mit dem Forum Artikel 30, einem Verbände-Bündnis für die Inklusion in Sport, Kultur und Freizeit, stellt sich der SoVD in Niedersachsen gegen Überlegungen aus der Politik, die Inklusion in Niedersachsen auf die lange Bank zu schieben oder sogar zurück zu drehen.


Jahreshauptversammlung Ortsverband Veldhausen

Am 21.2.2017 hat der SoVD-Ortsverband-Veldhausen seine Jahreshauptversammlung im ev. alt ref. Gemeindehaus an der Georgsdorfer Str., abgehalten. Vorsitzender Wolters begrüßte neben den Zahlreichen Mitgliedern auch den 1. Kreisvorsitzenden Bernhard Alferink und die Kreisgeschäftsstellenleiterin Katrin Gemen.

Wolters ging in seinem Tätigkeitsbericht auf die zahlreichen Aktivitäten des Ortsverbandes im vergangenen Jahr ein. Am 11.03.16 hatte man auf die Ungleiche Bezahlung von Mann und Frau bei gleicher Arbeit informiert. Hierzu wurde ein Infostand vor dem K&K Markt in Veldhausen aufgebaut, und ROTE Einkaufstaschen mit dem Aufdruck „ GLEICHER LOHN FÜR GLEICHE ARBEIT“ verteilt. Ferner wurde eine Aktion gegen die drohende Altersarmut in der Kreisstadt Nordhorn mit veranstaltet.

In der ersten September Woche übergab der Ortsverband Veldhausen über 200 Malbücher an die kirchlichen Kindergärten Lummerland und Kleiner Seestern in Veldhausen, sowie in den Kindergärten in Osterwald und Georgsdorf. Die Kinder und die Leiterinnen haben sich sehr über diese Geste gefreut, berichtete der 1. Vorsitzende.

Auch für das Jahr 2017 sind einige sozialpolitische Aktionen geplant.

Weiterhin berichtete der 1.Vorsitzende Wolters über gesellige Programme für Senioren und Menschen mit Behinderungen sowie Besuche bei erkrankten Mitgliedern und runden Geburtstagen außerdem über Fahrten zum Kreisbüro zwecks Beratungen. Im Kreis Büro wurden im vergangenen Jahr über 670 Beratungsfälle bearbeitet, das war ein neuer Rekord, sagte Wolters

Der Kreisvorsitzende Bernhard Alferink dankte in seinem Grußwort den Mitgliedern für ihre Treue zum Verband. Er stellte die Wichtigkeit der Sozialberatung, der wichtigsten Dienstleistung des Verbandes, heraus. Aber auch die Nähe des SoVD vor Ort sei wichtig um den Zusammenhalt und die Solidarität in der Gesellschaft zu stärken. Insofern habe der SoVD auch einen Gesellschaftlichen Auftrag, den der Verband in Veldhausen mit dem Ortsverband seit Jahren mit Leben füllt. Dies sei der Verdienst der hervorragenden Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter vor Ort.

Abschließend lobte er die Arbeit des SoVD-Beratungszentrums Nordhorn. Kreisgeschäftsstellenleiterin Katrin Gemen und Ihre Mitarbeiterin Anke Hornung hatten, wie schon gehört, im vergangenen Jahr einen hervorragenden Job gemacht.

Auf der Jahreshauptversammlung wurden auch einige Mitglieder für ihre langjährige Treue mit einer Ehrennadel und einer Urkunde geehrt. Für 10 Jahre Mitgliedschaft wurden Roswitha Egbert-Korte, Janna Bielefeld, Berend Bielefeld und Guido Boll ausgezeichnet. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurde Jan-Harm Schievink und Fensina Vügten für 30 jährige Zugehörigkeit zum Verband gehrt.

Danach erklärte die Geschäftsstellenleiterin Katrin Gemen die Unterschiede zwischen Pflegestufe und Pflegegrad die zum 1.1.2017 in Kraft getreten sind.


Jahreshauptversammlung des SoVD -Ortsverbandes Nordhorn

Nordhorn. Der SoVD-Ortsverband Nordhorn hat im Rahmen der Mitgliederversammlung am 18. Februar in der Gaststätte Deters auf ein vielfältiges gesellschaftliches Engagement zurückgeblickt. Sozialpolitische Aktionen, Besuchsdienste für erkrankte und ältere Mitglieder sowie ein umfangreiches geselliges Programm für Senioren und Menschen mit Behinderungen hat der Ortsverband im vergangenen Jahr organisiert. Auch für das Jahr 2017 nimmt sich der Vorstand des Nordhorner Sozialverbands viel vor. „Wir werden unser ehrenamtliches Engagement ausweiten und verstärkt auf sozialpolitische Themen aufmerksam machen“, so Bernhard Alferink, Vorsitzender des SoVD-Nordhorn.

Alferink führte in seiner Begrüßungsansprache an, dass der SoVD in Nordhorn eine stetig steigende Mitgliederzahl verzeichnen könne. Auch die vom SoVD angebotene Sozialberatung werde stärker nachgefragt. „Sozialberaterin Katrin Gemen hat im vergangenen Jahr 670 Anträge im Beratungszentrum Nordhorn bearbeitete. Das ist ein neuer Rekord“, erklärte der Ortsvorsitzende und betonte, dass es eine zunehmende Zahl an Beratungsfällen gebe, in denen Menschen von Altersarmut betroffen seien. „Immer mehr Menschen können ihren Lebensunterhalt nicht mehr von ihrer Rente bestreiten“, sagte der Vorsitzende. Das Problem der Altersarmut werde sich noch verschärfen, da es in der Grafschaft Bentheim sehr niedrige Lohnzahlungen gebe. Der SoVD sei verpflichtet, auf diese gesellschaftlichen Missstände vor Ort hinzuweisen. „Das haben wir im Rahmen des Kommunalwahlkampfes getan und aktiv gegen Altersarmut demonstriert. Nur so können wir möglichst viele Menschen für das Thema sensibilisieren“, berichtete Alferink. Mit Infoständen werde der Ortsverband auch in Zukunft auf Wochenmärkten in Nordhorn regelmäßig über ein sozialpolitisches Thema informieren. Ferner will sich der Vorstand im Jahr 2017 mit der Barrierefreiheit im Straßenverkehr und mit der Unterstützung der Palliativstation in Nordhorn befassen. Daneben sind auch weiterhin gesellige Programmpunkte, wie Spanferkel-, Fisch- und Spargelessen, fest eingeplant. Zudem werde es einen Seniorennachmittag und einen kostenlosen Aktionstag für Menschen mit Behinderungen geben.  

Auf der Tagesordnung der Versammlung stand außerdem ein informativer Vortrag der Diabetesberaterin Sonja Alferink, die den Anwesenden die Bedeutung von Ernährung und Bewegung bei einer Diabeteserkrankung Typ II erläuterte. Zum Abschluss der Veranstaltung fand das traditionelle Grünkohlessen statt.